Für Hundebesitzer ist es oft nicht einfach einzuschätzen, ob bestimmte Medikamente wirklich notwendig sind und warum sie eingesetzt werden. Auch Tierärzte haben nicht immer die gleiche Meinung darüber, welche Herzmedikamente beim Hund wann verschrieben werden sollten, beziehungsweise es gibt nicht immer klar wissenschaftlich basierte Leitlinien. Umso wichtiger ist es, den Besitzer umfassend zu informieren und ihn in die Entscheidung mit einzubeziehen – gerade in der Kardiologie, in der es häufig um eine lebenslange Therapie geht.
WICHTIG: Bei Herzmedikamenten kann man vieles falsch machen. Bereits kleine Änderungen können die Lebensqualität des Vierbeiners stark beeinflussen. Deshalb sollten Medikamente ausschließlich in Absprache mit einem Tierarzt, idealerweise einem Kardiologen, verabreicht werden. Dosisänderungen müssen immer vorab besprochen werden. Durch regelmäßige Kontrollen kann sichergestellt werden, dass die Therapie optimal an das jeweilige Krankheitsstadium angepasst ist.
Welche Herzmedikamente spielen beim Hund eine Rolle?
1. Entwässerung (Diuretica)
Die sogenannten Diuretika oder auch „Wassertabletten“ sind dann indiziert, wenn der Hund erstmals Wasser in der Lunge (oder im Bauchraum) entwickelt hat. Davor macht ihre Gabe keinen Sinn.
Dieser Zeitpunkt wird als Herzversagen bezeichnet. Um die angesammelte Flüssigkeit aus der Lunge zu entfernen, muss überschüssiges Wasser über die Nieren ausgeschieden werden. Entwässerungsmedikamente führen dazu, dass die Nieren vermehrt Harn produzieren und so Flüssigkeit aus dem Körper entfernt wird.
Befindet sich ein Hund im Herzversagen, wird er ohne Entwässerung nicht überleben und muss dauerhaft mit Diuretika behandelt werden. In der akuten Phase kann die Dosis sehr hoch sein, anschließend sollte sie schrittweise reduziert werden. Ziel ist immer: so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.
Meist ist eine Reduktion unter 2 mg/kg Körpergewicht zweimal täglich nicht möglich. Ist dies doch der Fall, sollte die Diagnose Herzversagen nochmals kritisch überprüft werden. Ob die Dosis ausreichend ist, lässt sich am besten anhand der Ruhe-Atemfrequenz beurteilen.
WICHTIG: Entwässerungsmedikamente haben im Herzversagen oberste Priorität. Ist die Tablettengabe schwierig, sollten zunächst andere Herzmedikamente reduziert oder weggelassen werden.
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Welche Diuretika werden beim Hund eingesetzt?
Furosemid (z.B. Dimazon®, Libeo®, Furosoral®, Furotab) Ein sogenanntes Schleifendiuretikum und das am häufigsten eingesetzte Entwässerungsmedikament beim Hund. Es kann als Tablette oder im akuten Notfall auch injiziert werden. Da mit der Flüssigkeit auch Elektrolyte ausgeschieden werden, sollten diese bei längerer Anwendung regelmäßig kontrolliert werden.
Torasemid (Upcard®) Vor allem bei großen Hunden sinnvoll. Es ist ebenfalls ein Schleifendiuretikum, wirkt jedoch deutlich potenter und länger als Furosemid. Dadurch sind kleinere Dosen und weniger häufige Gaben notwendig. Nachteil ist die schlechtere Feinjustierung, weshalb Torasemid für das akute Herzversagen weniger geeignet ist. Nach Stabilisierung kann jedoch von Furosemid auf Torasemid umgestellt werden. Oft erfolgt eine Umstellung auch dann, wenn die Furosemid-Dosis nahezu ausgereizt wurde.
Spironolacton und Hydrochlorothiazid (HCT) Diese Diuretika kommen vor allem im fortgeschrittenen Stadium des Herzversagens zusätzlich zum Einsatz. Spironolacton ist kaliumsparend und daher bei niedrigen Kaliumwerten vorteilhaft. HCT wird ergänzend eingesetzt, wenn die maximale Furosemid-Dosis nicht mehr ausreicht. Als alleinige Diuretika werden sie in der Regel nicht verwendet. Spironolacton wird zudem häufig in Kombination mit ACE-Hemmern zur Kreislaufunterstützung eingesetzt.
Nebenwirkungen von Diuretika
- Vermehrtes Wasserlassen und erhöhter Durst
- Wasser sollte jederzeit frei zur Verfügung stehen
- Bei längerer Gabe (insbesondere Schleifendiuretika) können niedrige Natrium- und Kaliumwerte auftreten, weshalb regelmäßige Blutkontrollen erforderlich sind
Für diejenigen, die alle wichtigen Details über die Krankheit ihres Hundes wissen möchten, empfehle ich mein Buch über die Mitralklappenendokardiose beim Hund
2. Pimobendan
Pimobendan (z.B. Vetmedin®, Cardisure®) besitzt zwei Hauptwirkungen: Es steigert die Pumpkraft des Herzmuskels und erweitert die Blutgefäße. Dadurch wird die Herzarbeit insgesamt erleichtert. In mehreren Studien konnte der positive Effekt von Pimobendan bei Herzmuskelschwäche und Klappenerkrankungen nachgewiesen werden. Pimobendan gibt es als Kautablette oder Kapsel in unterschiedlichen Dosierungen. Seit kurzem gibt es Vetmedin® auch in flüssiger Form.
Wann wird Pimobendan eingesetzt?
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
Bei der DCM handelt es sich primär um eine Erkrankung des Herzmuskels. Pimobendan ist hier das Medikament der Wahl, da es die Pumpkraft verbessert. Es wird eingesetzt, sobald eine verminderte Kontraktilität festgestellt wird, und in der Regel lebenslang verabreicht.
Mitralklappenerkrankung (MVD)
Bei Klappenerkrankungen ist die Pumpkraft des Herzmuskels zunächst nicht beeinträchtigt. Dennoch zeigen aktuelle große klinische Studien, dass Pimobendan bereits vor dem Auftreten eines Herzversagens positive Effekte hat: Es verlängert die Zeit bis zum Herzversagen und verbessert die Lebensqualität. Daher wird Pimobendan heute empfohlen, sobald eine Vergrößerung des Herzens nachgewiesen wird.

Im symptomatischen Stadium gehört Pimobendan seit Jahren zur Standardtherapie. Studien zeigen eine verlängerte Überlebenszeit und eine bessere Lebensqualität. Im direkten Vergleich war Pimobendan ACE-Hemmern überlegen, wobei nicht abschließend geklärt ist, ob eine Kombination beider Medikamente zusätzliche Vorteile bringt.
Kontraindikationen sind Herzerkrankungen mit Ausflusstraktverengungen, wie die Subaorten- oder Aortenstenose.
Nebenwirkungen von Pimobendan
Pimobendan wird meist sehr gut vertragen. Selten treten Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall oder Mattigkeit auf. Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig und lassen sich häufig durch eine Dosisreduktion beheben. Auch kann es manchmal passieren, das Hunde mit Mitralklappenendokardiose Synkopen zeigen. In diesem Fall muss ebenfall die Dosis reduziert werden.
Frühere Studien diskutierten mögliche negative Langzeiteffekte, neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Vorteile deutlich überwiegen.
Alternativen: Um die Pumpkraft des Herzens zu steigern, wurden vor Pimobendan vor allem Digitalis eingesetzt. Da Digitalis nicht einfach in der Dosierung ist, und bei höheren Dosen toxisch sein kann, wird es kaum noch für dies Indikation verschrieben.
3. ACE-Hemmer und Aldosteron-Antagonisten
ACE steht für Angiotensin-Converting-Enzyme. Dieses Enzym ist Teil des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS), welches den Blutdruck sowie den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt reguliert. Eine Aktivierung des RAAS erhöht die Belastung des Herzens, weshalb versucht wird, diesen Mechanismus medikamentös zu blockieren.
Theoretisch erscheint der Einsatz von ACE-Hemmern sinnvoll, allerdings sind die Studienergebnisse weniger eindeutig als erwartet. Dies verdeutlicht die Komplexität dieses Regulationssystems.
Einsatz vor dem Herzversagen
Im asymptomatischen Stadium konnte bisher kein klarer wissenschaftlicher Vorteil nachgewiesen werden. Auch der Einsatz bei milden Symptomen wie Husten oder Leistungsschwäche ist umstritten. Im Vergleich zu Pimobendan zeigten ACE-Hemmer in diesem Stadium keine Überlegenheit, werden jedoch weiterhin häufig eingesetzt.
Einsatz ab dem Zeitpunkt des Herzversagens
Die meisten Kardiologen setzen ACE-Hemmer ein, sobald erstmals Wasser in der Lunge aufgetreten ist. Ältere Studien zeigten eine verbesserte Lebensqualität und verlängerte Überlebenszeit. Neuere Studien weisen darauf hin, dass Pimobendan bei Mitralklappenerkrankungen als Einzeltherapie überlegen ist. Ob eine Kombination Vorteile bringt, bleibt eine individuelle Entscheidung.Aldosteron-Antagonist Spironolacton
Spironolacton kann zusätzlich eingesetzt werden, um das RAAS an mehreren Stellen zu blockieren. Studien zeigen, dass die Kombination aus ACE-Hemmer und Spironolacton wirksamer ist als ein ACE-Hemmer allein. Ein entsprechendes Kombipräparat ist Cardalis® (Benazepril + Spironolacton). Aktuell gilt die Vierfachtherapie aus Diuretikum, Pimobendan, ACE-Hemmer und Spironolacton als Standard.
Nebenwirkungen von ACE-Hemmern
- Meist gute Verträglichkeit
- Selten Müdigkeit, Koordinationsstörungen, niedriger Blutdruck oder erhöhte Nierenwerte
- Nicht im akuten Herzversagen einsetzen
Gängige ACE-Hemmer beim Hund
- Benazepril (Nelio®, Fortekor®, Benakor®)
- Enalapril (Enacard®)
- Imidapril (Prilium®, flüssig)
- Ramipril (Vasotop®)
4. Antiarrhythmika
Herzrhythmusstörungen beim Hund können harmlos oder lebensbedrohlich sein. Da ein normales EKG nur einen kurzen Zeitraum abbildet, sind 24-Stunden-EKGs oft sinnvoll. Dennoch bleibt die Abgrenzung zwischen behandlungsbedürftigen und nicht behandlungsbedürftigen Arrhythmien schwierig. Da antiarrhythmische Medikamente selbst Rhythmusstörungen auslösen können, sollte die Therapieentscheidung immer sorgfältig und idealerweise durch einen Kardiologen getroffen werden.
Indikationen für Antiarrhythmika
- Synkopen (Ohnmachtsanfälle)
- Dobermann oder Boxer mit DCM und gefährlichen Arrhythmien
- Sehr hohe Herzfrequenzen
- Vorhofflimmern mit Herzfrequenzen über 160/min
- Gefährliche Arrhythmien im 24-h-EKG
- Arrhythmien mit klinischen Symptomen (Schwäche, Müdigkeit)
Häufig eingesetzte Medikamente
Sotalol Häufig verwendet bei ventrikulären Arrhythmien, auch bei supraventrikulären Rhythmusstörungen einsetzbar. Die Dosis sollte langsam gesteigert werden.
Amiodaron Sehr wirksam, aber mit potenziell zahlreichen Nebenwirkungen. Wirkungseintritt verzögert, daher vorsichtiger Einsatz.
Lidocain Notfallmedikament mit sehr kurzer Wirkdauer, nicht für die Dauertherapie geeignet.
Calciumkanalblocker (Diltiazem, Verapamil) Einsatz bei Vorhofarrhythmien und Vorhofflimmern. Vorteil ist die leichtere Dosierung im Vergleich zu Digoxin. Nicht geeignet bei DCM.

5. Beta-Blocker (Atenolol, Esmolol, Propanolol)
Beta-Blocker wie Atenolol werden vor allem bei angeborenen Herzerkrankungen (z. B. Aortenstenose) sowie bei bestimmten Arrhythmien eingesetzt. Die Dosis sollte langsam gesteigert werden. Aufgrund der negativen Wirkung auf die Kontraktilität sind sie bei DCM kontraindiziert.
6. Digitalis (Digoxin)
Digoxin wird heute hauptsächlich bei Vorhofflimmern eingesetzt, um die Kammerfrequenz zu senken. Es besitzt zusätzlich eine positive Wirkung auf die Pumpkraft. Aufgrund der schwierigen Dosierung und der potenziellen Toxizität sind regelmäßige Blutkontrollen notwendig. Zur Steigerung der Pumpkraft wird heutzutage überwiegend Pimobendan bevorzugt.

Roter Fingerhut
Fast alle antiarrhythmischen Medikamente stammen aus der Humanmedizin. Studien beim Hund sind schwierig, da kein Fall dem anderen gleicht. Deshalb spielt die Erfahrung des Kardiologen eine zentrale Rolle.
Habt ihr Fragen zum Thema Herzmedikamente beim Hund? Oder bekommt euer Hund vielleicht ein Medikament, welches nicht in diesem Artikel behandelt wurde? Dann würde ich mich freuen von euch zu hören.





Hallo, mein Kater hatte letztes Jahr ein akutes Herzversagen und wurde auf vetmedin, cardalis, isemid und Clopidogrel eingestellt. Nun hatte er eine akute Verschlechterung und die Dosis isemid wurde kurzfristig erhöht. Nun normalisiert sich die Atemfrequenz seit gestern. Aus versehen hat er aber heute abend weil ich den falschen blister gegriffen habe, statt seiner vetmedin isemid mit 2mg bekommen (normal 1mg). 18.15 Uhr. Gemerkt habe ich das um 22.15 als er seine isemid f. Nachts bekommen sollte. Nun frage ich mich, auf welchen Abstand muss ich achten, sollte sowas je wieder passieren?
Hallo,
generell ist das nicht besonders schlimm, wenn er einmalig die doppelte Dosis bekommt. Einfach die Dosis für Nachts dann weglassen und ab nächsten Tag dann wieder normal. Auch wenn die Dosis höher ist, bleibt die Wirkdauer gleich.
Also kein Grund zur Panik.
Viele Grüße
Sehr geehrte Frau Dr. Glatzmeier,
Mein Kleiner Chiuhahua Rüde isst gerade 15 Jahre alt geworden. Er hat seit drei Jahren die Diagnose:
Mitralklappenendokardiose. Bisher brauchte er keine Medikamente, da sein Herz noch völlig in Ordnung war. Wir waren regelmäßig zur Untersuchung und haben jährlich ein Herzultraschall gemacht. Vor einem halben Jahr war sein Herzgeräusch noch bei 2. Vor drei Wochen fing er dann ganz plötzlich stark zu husten an und ich dachte zunächst, er hätte eine Hundegrippe. Doch schnell wurde bei unserer Ärztin klar, dass es Herzhusten ist und er ein Herzgeräusch zwischen 3 und 4 hat und im Herzultraschall zeigte sich ein vergrößertes Herz. Wir bekamen Entwässerungstabletten, Furotab 10 mg die er 2 x täglich 1,5 Tabletten nehmen soll und Cardisure Flavour1,25 mg 2x täglich eine 3/4 Tablette. Sein Gewicht liegt bei 3,86 kg und obwohl er wirklich sehr starken Husten hatte, war er fit und fröhlich. Wir gehen sehr viel spazieren und er wirkte nie müde. Am Abend hat er stets viel Aufmerksamkeit eingefordert. Seit 10 Tagen bekommt er jetzt die Herzmedikamente und seit der ersten Einnahme geht es ihm jetzt dauerhaft schlecht. Er ist wie ausgewechselt. Wirkt nur noch müde, teilnahmslos. Er hat wenig Appetit ist Kraftlos, läuft wie eine Schnecke das wir kaum spazieren können. Er ist zitterig und was ganz schlimm war, er viel täglich hin. Er kann sein Beinchen nicht beim Pippi machen heben, hat manchmal, so scheint es mir Probleme mit der Koordinierung. Wir sollten deshalb mit dem Cardisure runter gehen. Von einer 3/4 Tablette auf eine 1/2. Er ist seither nicht mehr gefallen aber er ist noch immer in der Gefühlslage wie eben beschrieben. Überall lese ich, dass die Medikamente gut vertragen werden und auch unsere Ärztin sagt, dass Nebenwirkungen äußert selten sind. Aber meinem Fredi geht es überhaupt nicht gut und ich bin sehr sehr traurig und auch verzweifelt, weil er die Medikamente ja unbedingt benötigt. Doch im Moment habe ich das Gefühl, dass er regelrecht zerstört ist von den Tabletten.. Auch die Entwässerung setzt ihn zu. Ca eine Stunde nachdem ich ihn entwässere, muss er sich erleichtern gehen. Und wenn wir runter gehen, steht er immer so neben sich. Er hebt nicht sein Beinchen sondern steht einfach nur da und lässt laufen. Er schnuppert nicht und läuft dann ganz langsam seine Runde. Es ist für mich kaum zu ertragen. Früh morgens, wenn wir die erste Gassi Runde gehen, ist er noch nüchtern. Er bekommt erst um 10 Uhr das Cardisure und um 11 Uhr das Furotab, ist er wie immer. Kraftvoll und schnell auf den Beinen. Er schnuppert und läuft ganz schnell. Wir springen über Pfützen und haben Spaß. Sobald er die Tabletten dann bekommt verwandelt er sich in einen müden, zitterigen Trauerklos. Was würden Sie mir raten? Ich habe schon nach einem anderen Medikament gefragt, aber unsere Ärztin meint, es gäbe da kaum Alternativen. Herzliche Grüße wünschen Britta und Fredi
Hallo,
also für Pimobendan (Cardisure) gibt es tatsächlich keine wirkliche Alternative. Hatte er denn sicher Wasser in der Lunge? Das kann ich so nicht ganz rauslesen. Wenn ja bruacht ernatürlich das Furosemid (Furotab). Man könnte sonst bei Furosemid auf Torasemid umstellen, dass muss man nur 1x täglich geben, zumindest wenn es noch nicht zu hoch dosiert werden muss. Das könnte man dann am Abend vor dem Schlafen geben. Wenn es ihm so schlecht geht mit dem Pimo, dann ist es für ihn vielleicht besser die Dosis von Cardisure weiter zu reduzieren oder es weg zu lassen. Die Entwässerung kann man nicht weg lassen, wenn er schon mal ein Lungenödem hatte. Aber Cardisure ist zwar wichtig und gut, aber wenn es die Lebensqualität zu sehr beeinträchtigt, dann muss man vielleicht in Kauf nehmen, dass die Krankheit schneller fortschreitet, aber es ihm dafür in dieser Zeit zumindest ganz gut geht. Das ist meine Meinung dazu, aber es ist natürlich schwierig, dass so aus der Ferne gut zu beurteilen.
Vg Claudia
Sehr geehrte Frau Dr. Glatzmeier,
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!
Ja, er hatte leider Wasser in der Lunge und litt plötzlich unter sehr starkem Husten. Er war bisher in Stadium B1, jetzt ist er in Stadium C. Das Cardisure mussten wir absetzen, wegen starker Unverträglichkeit. Er hatte ständig Herzklopfen und eine unglaubliche Schwäche die ich überhaupt nicht von ihm kenne. Auch Diarrhö und Erbrechen. Seit wir es abgesetzt haben, geht es ihm wieder gut. Er bekommt jetzt 2x täglich noch das Furutab
10 mg und im Moment gebe ich ihm auch da nur noch jeweils 1 Tablette. Er soll eigentlich mehr nehmen, aber auch von der Entwässerung wird ihm schwindelig. Seit ich mit der Dosis runter gegangen bin, kann er wieder sein Beinchen heben und er fällt auch nicht mehr, Er ist wieder fröhlich und rennt sogar wieder etwas. Am liebsten würde ich ihn so laufen lassen, Aber gleichzeitig habe ich Angst, dass die Krankheit schneller voran schreitet ohne Behandlung. Unsere Ärztin möchte noch Pimo mit einem anderen Trägerstoff versuchen und wenn das nicht funktioniert, ACE Hemmer. Ich werde nochmal nach dem Medikament fragen, was sie zur Entwässerung vorgeschlagen haben. 1x am Tag zu entwässern würde für Fredi sicherlich von Vorteil sein. Ich weiß auch nicht ob ich gerade richtig entwässere. Unsere Ärztin ist in Urlaub. Daher habe ich nun im Alleingang die Dosis runter gesetzt. Meinem Anschein nach ist die Dosis korrekt. Fredi hustet nicht und trinkt auch nicht mehr so überdimensional viel.
Sie haben mir auf jeden Fall mit der Entscheidungsfindung geholfen. Alles Gute für Sie!
Herzliche Grüße wünschen Fredi & Britta
Hallo Britta,
ob die Dosis der Enwässerung korrekt ist, kann man eigentlich eh nur an der Ruheatemfrequenz messen. Wenn diese im normalen Bereich ist zwischen 20-30/min), dann hat er sicher nicht zu wenig Entwässerung. Das ist auch die Methode der Wahl bei der Dosisfindung. Man reduziert unter Beobachtung der Ruheatemfequenz. Dabei bleib ich bei Furosemid meist bei einem minimum von 2 mg/kg 2x täglich…darunter gehe ich sehr selten.
Das hört sich alles sehr solide an, was ihre Tierärztin vorschlägt. Und wenn Pimobendan nicht vertragen wird, dann hilft es einfach nicht, dann ist die Alternative einfach eine bessere Lebensqualität ohne das Medikament, dafür eventuell etwas kürzer.
Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute
Viele Grüße
Claudia
Hallo unser Chihuahua Rüde (12 J.) hat eine Mitralklappeninsuffizienz (festgestellt 2017, da noch am Anfang), Pimobendan hat er damals gar nicht vertragen, das musste ich nach einigen Tag wieder absetzen und habe ihn seitdem all die Jahre mit homöopathischen Globulis einer Tierheilpraktikerin versorgt. Jetzt ist aber eine heftige Verschlechterung eingetreten, er hustet sehr viel und stark, auch nachts, hechelt viel und er scheint Atemnot zu haben. Wir haben übermorgen einen Termin beim Kardiologen aber ich bin mir so unsicher, wenn der Tierarzt wieder Medikamente verschreibt, die er vielleicht nicht verträgt. Muss man nicht zuerst mal die Wassertabletten geben, habe ich das richtig verstanden? Und kann man die ins Futter mischen? er ist sehr mäkelig und nimmt nichts einfach so aus der Hand, lässt auch schon mal das Futter stehen wenn was hinein gemischt ist, was ihm nicht geheuer ist. Gibt es überhaupt ein zu empfehlendes Herzmedikament für einen 5,5 kg Hund, das besonders gut verträglich ist? Wäre sehr dankbar für eine Antwort. Viele Grüße, Marion
Hallo Marion,
erstmal, wenn er Atemnot hat solltet ihr nicht bis übermorgen warten, sondern sofort zum Tierarzt gehen. Röntgenbild machen und mit Entwässerung anfangen kann auch ein Nicht-Kardiologe.
Wenn er Wasser in der Lunge hat, dann braucht er Entwässerung. Die werden eigentlich gut vertragen. Es gibt auch ein Entwässerungsmedikament, welches man nur 1x täglich gibt (Wirkstoff Torasemid, z.B. Upcard) und die Tabletten sind super klein. Wenn Pimobendan (Vetmedin) gar nicht geht, dann kann man aber ACE-Hemmer geben, wie z.B. Fortekor (gibts viele verschieden) oder Cardalis (noch besser). Die werden auch gut vertragen. Sind in Studien nicht so gut wie Pimobendan, aber besser als gar keine Medikamente.
Die Größe des Hundes spielt dabei keine Rolle. Der Großteil meiner Patienten in letzter Zeit mit Mitralklappenendokardiose wiegen nicht mehr. Viele Grüße
Hallo,mein Malteser rüde hat nach Hertz ultraschall Diagnose bekommen AV-klappenendokardiose mit Mitrallklappeninsiffizienz CHIEF B1undTrikuspidalklappeniinsuffizienz CHIEF B1.ggr.Pulmonalklappeninsuffizienz und marginal Subaortenstenose.Wie schlim ist das und wie heißt diese Hertz Krankheit. Medikament nur Prilactone Next 10 mg.In ein Jahr neue Untersuchung Kontrolle. Hat er richtige Medikament oder sollte ich noch zweite Meinung holen?
Hallo, die Herzkrankheit heißt Mitralklappenendokardiose. Im Stadium B1 braucht er eigentlich noch gar keine Medikamente. Es gibt keine Studie die einen Vorteil von Prilactone oder sonstigen Medikamenten in diesem Stadium zeigen konnte. Die Guidelines für diese Erkrankung empfehlen daher auch keine Medikamente. Spironolacton, der Wirkstoff in Prilactone, ist ein schwaches Entwässerungsmedikament mit zusätzlichen Eigenschaften, welche die Umbauvorgänge im Herzen positiv beeinflussen sollen. Entwässerung braucht er sicher nicht. Ob die anderen Eigenschaften in diesem Stadium etwas bringen ist fraglich.
Viele Grüße
Claudia
Hallo!
In der Humanmedizin wurden die Leitlinien der Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion im letzten Jahr komplett überarbeitet. Mittlerweile gilt hier eine Therapie aus 4 Wirkstoffgruppen (ACEi/ARNI, Betablocker, MRA und SGLT2-Inhibitor) als „Gold-Standard“. Insbesondere ARNI & SGLT2 sind als innovative Optionen aufgrund Ihrer sehr guten Daten deutlich nach vorne gerückt bzw. erstmalig in die Leitlinie aufgenommen worden. Der ARNI (Fixkombi Sacubitril/Valsartan) gilt mittlerweile für die RAAS-Blockade als Mittel der ersten Wahl, da er dem ACE-Hemmer signifikant überlegen ist. Nun meine Frage:
Gibt es Erfahrungen mit Sacubitril/Valsartan im Bereich der Veterinärmedizin, insbesondere Hunde & Katzen? Wenn ja, wie ist Ihre Einschätzung hierzu? Gleiche Frage zu den SGLT2-Inhibitoren.
Vielen herzlichen Dank im Voraus – ich bin gespannt 🙂
Herzliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias, soweit ich weiß gibt es ein paar Pilotstudien zu Sacubitril/Valsartan mit sehr kleinen Fallzahlen. Bei SGLT2-Inhibitoren im Bereich der Kardiologie nur mit Tiermodellen, soweit ich weiß. Gute Studien mit großen Fallzahlen sind in der Tiermedizin etwas schwieriger als in der Humanmedizin und dauern meist lange. In der Kardiologie werden diese Medikamente deshalb auch normalerweise (noch) nicht verwendet.
Dass Tiere und Menschen nicht gleich sind, zeigen uns aber auch zahlreiche Studien mit ACE-Inhibitoren, welche ja in der Humanmedizin bei diesen Indikationen immer eingesetzt werden oder wurden. In der Tiermedizin zeigen viele Studien keine wirklichen Effekte von ACE-Inhibitoren, vor allem im präklinischen Stadium. So ganz kenne ich mich in der Humanmedizin nicht aus, aber wenn ich das richtig im Kopf habe ist auch Pimobendan nicht zugelassen, was ja bei vielen Indikationen beim Tier zum wichtigsten Wirkstoff zählt….. also es gibt viele Unterschiede und vom Menschen auf das Tier zu schließen kann man meiner Meinung nach schlicht nicht. Es bleibt auf größer Studien zu hoffen.
Vg Claudia
Guten Morgen, meine 12 Jahre alte Bulldogge begann vor 2 Wochen mit Atemnot…sämtliche Haustierärzte waren überfordert, Infekt, Hustensaft, Schleimlöser, Antibiotika, Cortison, Schmerzmittel….dann zur Tierklinik…Röntgen, Wasser in der Lunge, sofort ambulant behandelt mit Furosemid, .abends besser…. Verdacht Herzklappe etc…, dann Kardiologen termin nach 3 Tagen…Herz ok, Zufallsbefund winziger Herzbasistumor, der aber keine Probleme macht und keine Auswirkungen hat ..danach nochmal Lunge geröntgt, ob besser.. ja..war es..wieder Zufallsbefund irgendwas unklares…Verkalkung, Masse…sah man nicht richtig, kann man nur im CT…was nicht angeraten wurde…heute Heilpraktiker…Donnerstag Kontrolle Tierklinik Neandertal…von einer der besten Tierärze Deutschland, eine Freundin, wurde mir dss CDL angeraten…ich werde es probieren auch an mir…
Ich würde gerne zusätzlich vetmedin oder pimobendan geben, um das Herz zu stärken trotz des Zufallsbefundes…
Was sollte noch gemacht werden? Blutwerte?
Noch mal Röntgen?
Im November hatte Cooper plötzlich eine riesige Lymphdrüse direkt unterm Hals , wurde punktiert, keine Tumorzellen, ging schnell zurück und kam nicht wieder. Ein Zusammenhang wird verneint…
Cooper geht es gut…Atemfrequenz ist top…er frisst und spielt und will raus…läuft gut…
Aber ich sorge mich sehr, was soll ich tun?
Eine Antwort wäre so toll, danke..
LG Anke und Cooper
Liebe Anke, vielen Dank für deinen Kommentar. Leider kann ich ohne genaue Befunde schlecht eine Empfehlung geben. Wenn noch keine Blutbefunde gemacht wurden, was ich nicht denke, würde ich das auf jeden Fall machen machen. Ein BNP (kardialer Biomarker) schadet sicher auch nicht mitzubestimmen. Aber ohne eine Indikation würde ich kein Pimobendan geben. Wenn es tatsächlich ein Lungenödem war, und das Herz nicht die Ursache sein kann, dann kann es auch eine einmalige Sache gewesen sein. Aber das sind alles nur Spekulationen. Ich würde erst einmal abwarten, wie es ihm weiterhin geht und falls es wieder kommt, weitere Diagnostik machen.
VG Claudia
Hallo!
meine 14 jährige Hündin, bekommt seit Ende Mai 22 Pimobendan 2,5mg 1 1/4 2x tägl. – nun wiegt sie einen 1 Kilo weniger u. wir haben in Absprache mit der TÄ die Dosis auf 1 Tab 2x tägl. gesenkt. Seit 2 Tagen bekommt sie diese Dosis. mir kommt vor sie ist mehr müde und etwas unrunder. Kann sein, dass sie sich erst an die etwas niedrigere Dosis gewöhnen muss od. besser wieder auf die alte Dosis? Welche Symptome zeigen sich aus Erfahrung wenn Dosis zu gering wäre? Sie hat auch Mitralklappend.u DCM. Atemfrequenz bei 16. Prognose gut. Danke!
lg
Hallo Chris,
wie schwer ist denn ihre Hündin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die viertel Tablette einen großen Unterschied macht. Aber wenn sei tatsächlich über längere Zeit müder ist, oder weniger Leistung hat, dann würde ich vermutlich wieder auf die vorherige Dosis zurück gehen und beobachten, ob es damit besser ist. Symptome können eben genau Leistungsschwäche, Müdigkeit, etc. sein.
vg Claudia
Guten Tag, unsere Maya ist 13 jahre und seit 3 Monaten festgestellte herzinsuffienz und mitralklappeninsufienz, mit herzhusten.
bekommt bisoprolo1, 1,25. Da das Husten schlimmer geworden ist und nach abhorchen der Lunge soll sie schleimlöser früh und abends bekommen . Mit entwässerung noch nicht angefangen das der Hund bis Mittags alleine ist und auch nachmittag 2-3 stunden alleine. Was halten Sie von der Therapie ?
LG Ingrid Stölting
Hallo, es ist etwas schwierig das so ohne genauere Befunde zu beantworten. Allerdings ist die Standardtherapie bei Mitralklappeninsuffizienz Pimobendan in diesem Stadium (ich nehme an es ist Stadium B2). Das sollte Maya auf jeden Fall bekommen, es sei denn sie ist noch in Stadium B1, was ich mir bei Herzhusten kaum vorstellen kann. ACE-Hemmer (Bisoprolol) sind in diesem Stadium in den meisten Studien nicht vorteilhaft gewesen, manchmal helfen sie aber bei Herzhusten etwas. Schaden werden sie wohl kaum. Der Schleimlöser wird nichts bringen, wenn es sich um einen reinen Herzhusten handelt. Wenn er den Husten bessert, dann hat sie noch ein zusätzliches Problem in den Atemwegen. Ich würde auf jedem Fall mal ein aktuelles Röntgenbild von der Lunge empfehlen. Pimobendan sollte sie auf jeden Fall auch bekommen. Was ganz wichtig wäre, um zu überprüfen ob sie bereits Entwässerung braucht, ist die Ruheatemfrequenz. Also wie oft sie in der Minute (in Ruhe oder im Schlaf) atmet. Dies liegt normal bei 20-30… wenn sie deutlich höher ist, dann hat sie vermutlich bereits Wasser in der Lunge und braucht dringend Entwässerung.
Ich hoffe das hilft etwas weiter,
vg Claudia
Bei unserem 10jährigen Galgorüden Pepe (25kg) wurde am 5.Mai eine schwere Herzerkrankung diagnostiziert. Er hatte 1,3 l Flüssigkeit um das Herz herum, welche per Punktion abgezogen werden konnte. Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörung. Die Nierenwerte (CREA) waren am 5.Mai ok (1,39). Er bekommt folgende Medikamente: VetMedin 5mg (2x 1 1/2 Tabletten), Lanitop 0,1 (2 x 1 Tablette), Dilzem 60mg (2 x 1/4 Tablette) und zur Entwässerung Furosemid 3 x 3/4 Tablette. Es ging ihm direkt deutlich besser, aber nach etwa 4 Tagen setzen Appetitlosigkeit ein und er frisst seither schlecht. Kontrolle am 15.Mai: keine neuen Wassereinlagerungen mehr, Herz-Ultraschall soweit ok, nur noch leichte Rhythmusstörungen. Wirkstoffkontrolle Digoxin: im Normbereich. CREA nun allerdings deutlich erhöht (2,6 vs. 1,39 Vorwoche) Daher Reduzierung des Furosemid auf 2 x 1/2 Tablette in der Hoffnung, die Nieren zu entlasten. Alle anderen mediakemnte bleiben gleich, zusätzlich seit 15.Mai: 5ml Pronefra tägl, Gegen die Übelkeit außerdem für 7 Tage: Sucrabest (2x täglich) und Cerenia 60mg (1xtägl.). Erneute Kontrolle am 23.Mai. CREA bei 2,2, allerdings wieder etwas Flüssigkeit um das Herz herum. Erhöhung Furosemid auf 2 x 3/4 Tabletten. Röntgen der Lunge ohne Befund. Es scheint also, dass die notwendige Entwässerung die Nieren stark belastet, was auch zu Appetitlosigkeit führt. Sucrabest und Cerenia führten zu keiner Verbesserung beim Fressverhalten. Pepe frisst sehr wenig bis nichts, egal, was wir anbieten. Gibt es möglicherweise eine andere Medikamenten-Kombination, die hier besser greifen würde? Nächste Kontrolle ist am kommenden Dienstag, 30.Mai. Vielen Dank + herzliche Grüße!
Hallo,
dies ist eine sehr schöne und informative Webseite. Ich bin auf die Seite gestoßen, weil meine Hündin nun in einem Alter von über 15 Jahren auch behandlungsbedürftige Herzprobleme hat und ich daher im Internet weitere Informationen zu diesem Thema suchte.
Es ist beeindruckend wie man hier als Laie größtenteils verständliche Informationen vorfindet.
Vielen Dank dafür.
Grüße, Frank
Mein Tierarzt kommt mit der Lieferung von Vetmedin nicht nach. Kann ich es für ein paar Tage mit Fortekor 2,5 MG ersetzen. Meine Havaneserhuendin 17 Jahre, bekommt morgens 1 Cardalis, 1,5 Dimazon und 1,5 Vetmedin. Abends 1,5 Dimazon und 1 Vetmedin.
Danke für Ihre Antwort.
Es tut mir leid für die total verspätete und sicherlich nicht mehr relevante Antwort. Fortekor kann Vetmedin leider nicht ersetzen. Es hat einen anderen Wirkmechanismus. Im übrigen beinhaltet Cardalis auch den gleichen Wirkstoff wie Fortekor.
Guten Tag,
Mein Hund ist 5 Jahre jung und hat einen Cni im Stadium vier. Seit 4 Jahren wird er mit einer Barf-Diät ernährt, die auf die Blutbilder angepasst wird und gut funktioniert. Leider ist seit 4 Wochen bekannt das er freie Flüssigkeit im Bauchraum hat. Zysten hat er rund um die Nieren. Kreatinin und Harnstoff sind dem entsprechend hoch.
Trotz der hohen Werte ist der Hund reaktiv fit und zeigt große Lebensfreude. Morgens bekommt er 5mg Benefortin. Ich bin mir unsicher ob er richtig eingestellt ist. Über Tipps und Meinungen bin ich dankbar.
Hallo,
hat man denn die Flüssigkeit untersucht oder weiß sicher wo die freie Flüssigkeit her kommt?
Ich kann dir auf jeden Fall die website hier empfehlen:
http://www.iris-kidney.com/guidelines/staging.html
Ist auf englisch, aber da findest du sehr viele Infos und die aktuellen Empfehlungen zur Therapie.
VG Claudia
Hallo
Danke für den tollen Beitrag
Mein Chihuahua 8 Jahre bekommt seid einem halben Jahr Pimobendan 1,25mg eine 3/4 tablette 2x täglich und eine 10mg furosemid auf 2x aufgeteilt
Er ist mit 6 Jahren bereits untersucht worden da schließte seine herzklappe bereits nicht mehr und war verdickt
Auch hat er den typischen Husten
Am Anfang der Medikamente war er nicht so gut drauf mittlerweile geht es aber
Was mich aber stört ist sein starkes Herzklopfen (hoher puls?) Auch beim letzten ultraschall war dieses 186
Es klopft schon doll wenn ich meine Hand an seiner Brust halte.
Könnte ich irgendwas noch besser machen oder ihm unterstützend geben?
Vielleicht aus der homöopathie?
Ich würde mich sehr über eine Info freuen gern auch als privatnachricht.
Herzlichen Dank
Hallo!
Bei meinem 8 jährigen Rüden (17,5kg) wurde am Freitag leider eine Mitralklappeninsuffizienz diagnostiziert. Er atmet recht normal, (rund 25 Atemzüge pro Minute) und zeigt auch sonst keine Symptome.
Mein TA hat nun dennoch Entwässerungstabletten verschrieben. Furotab 40 mg bekommt er nun 2 mal täglich, sowie auch vetmedin 5mg.
Ich versuche mich nun seit der Diagnose zu belesen und man stößt immer wieder auf andere Meinungen.
Der Arzt teilte mir das Stadium der Erkrankung nicht mit, er sprach nur von einem Wert von 2,1, aufgrund dessen er die Tabletten verschrieb.
Sind Entwässerungstabletten wirklich schon nötig und können diese schaden, wenn sie nicht nötig wären?
Über eine Antwort freue ich mich sehr.
Verzweifelte, aber herzliche Grüße,
Verena
Hallo Verena, Entwässerung ist erst nötig, wenn er das erste mal Wasser in der Lunge hatte. Da sind die Guidelines eigentlich ganz deutlich. Davor bringt es nichts, im Gegenteil, belastet ja den Körper und sollte nur gegeben werden, wenn es nötig ist. Vetmedin dagegen sollte er haben, sobald sich das Herz vergrößert. Ich kann nur vermuten, dass die 2,1 sich auf den linken Vorhof beziehen, was bedeutet, das Herz ist vergrößert. Bei Wasser in der Lunge hätte er ATemnot und vermutlich Husten und ein Röntgenbild hätte das typische Bild in der Lunge gezeigt.
Ich hoffe das hilft weiter,
VG Claudia
Liebe Verena
mein Deutscher Schäferhund, jetzt 9 jahr und ca. 4 Monate genau vor 2 Jahren von einer Kardiolgin per zufall auf Herzvergrösserung und Vorhofflimmern diagnostiziert wurde. Sie sagte, er wäre in 2 Woche als Notfall bei ihr.!! Sie drückte mir ausser Vetmedin, Digoxin und Furesemin. Ich habe 1,5 Monate meinen Hund richtig gequält, sodass ich mir nicht verzeihen kann. Nach 1,5 Monate war ich richtig zerstört am Boden. Mein Hund war gesund nur per zufall wurde sowas diagnostiziert. Da ich selber Genetik studiert habe, habe ich sehr viel recherchiert. Auf meiner eigenen Verantwortung habe ich Digoxin und Furesemind abgesetzt. Ärztin sagte, er stirbt. Ich sagte, wenn er mit Qual leben muss, lieber sterben. Ich habe den Arzt gewechselt. Z.Glück mehr 2 Jahre ist her. Mein Hund lebt ganz normal, Ruhe Atem Freq. duchsch. 25. Seine Leistung natürlich herabgesetzt. Sein Kardiologe im Tierspital ist zufrieden mit seinem Zustand. Ich habe ihm aber 1,5 Jahre hochwertige Omega 3 Kapsseln aus der CH-Apotheke gegeben. Taurin hatte sein Kardiologe in Tierspital auch verschrieben. Er hat z.G. keine Symptome bis heute. Ich bin froh, dass ich diese Furesemid ihm nicht weiter gegeben habe. Mein Hund hat richtig gelitten. 3-4 mal in der Nacht musste Pipi machen gehen. Er hat irgendwann aufgehört zu essen. Aber jetzt ist alles gut.
Liebe Claudia
Mein Hund(Rüde, Schäferhund, 9 J.) hat Herzvergrösserung und Vorhofflimmern. Seit 2 Jahren diagnostiziert. Insgesammt geht ihm gut. Keien Symptome, RAF durchschn. 25. Er bekam Vetmedin und Diltiazem. Bei seiner letzten Kontrolle sein Kardiologe hat Dimazon 40mg, 2x täglich verschrieben. Er hat aber z.G. kein Wasser auf der Lunge. Aber sein Arzt meine, damit der Druck auf das Herz weg ist. Seine Nieren Werte zeigen SDMA 18 und Harnstoff 14. alle andere Werte liegen im Normbereich. Sein Kardiologe schrieb, dass alles in Ordnung sei und diese erhöhte Werte irrelevant seien. Im Internet lese ich aber anderes. Ich mache mir sehr grosse Sorge um seine Niere. Selbstverständlich sein Kardiologe versteht besser als ich. Ich traue mir nicht zu, ihm meine Sorge zu äussern. Könnten Sie bitte mir sagen, warum SDMA un Harnstoff in diesem Bereich irrelevant sind? Was könnte ich machen? Besten Dank im Voraus. Tabita
Danke für den informativen Beitrag! Es ist super hilfreich, die Besonderheiten von Herzmedikamenten bei Hunden zu verstehen. Furosemid und Pimobendan scheinen in der Behandlung wirklich wichtig zu sein. Ich werde diese Informationen im Hinterkopf behalten, falls es jemals nötig ist.
Sehr geehrte Frau Dr. Glatzmeier,
bei meiner 14 jährigen Hündin wurde eine Herzinsuffizienz diagnostiziert. Seit dem sie angefangen hat zu husten und die Atemfrequenz regelmäßig über 30/Minute lag bekommt sie Pimotab und Furotab. Im Beipackzettel vom Furotab steht unter besondere Warnhinweise folgendes:
„Die klinische Wirksamkeit kann durch erhöhte Trinkwasseraufnahme beeinträchtigt werden. Die Menge an Trinkwasser, die während der Behandlung aufgenommen wird, sollte auf den Bedarf eines gesunden Tieres beschränkt werden, wenn es die körperliche Verfassung des Tieres zulässt.“ („Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage 01/2024.“)
Sie wiegt 13,5 kg bekommt 2 x tgl. eine viertel Tbl. Furotab 40 mg sowie 250 ml Wasser und 500 g Nassfutter. Der Tierarzt hat nichts davon gesagt, dass ich die Trinkwassermenge beschränken soll und in Internetforen habe ich auch nichts darüber gelesen. Ohne Beschränkung trinkt sie sehr viel, die Atemfrequenz geht hoch und sie fängt an zu husten.
Was ist richtig? Die Trinkwassermenge beschränken oder nicht? Ich bedanke mich im voraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Andi